Valeriana officinalis

Valeriana officinalis

Baldrian

Autor: L.

Familie: Valerianaceae

Verbreitung: Europa; Asien

Drogenart: Radix

Drogenbezeichnung: Valerianae radix

Inhaltsstoffe: 0,3-1% ätherisches Öl mit überwiegend Monoterpenen (spasmolytisch wirkend) und den beiden, für die Droge charakteristischen Cyclopentan-Sesquiterpenen Valerensäure und Acetoxyvalerensäure; Phenolcarbonsäure trans-Hesperidinsäure. 0,5-2% Valepotriate mit 50-80% Valtrat.

Drogenverwendung: Industriedroge - EAB 4.08 - DAB - HAB

Blattform/Blattspitze/Blattfarbe: Unpaarig gefiedert; zugespitzt; dunkelgrün

Wuchs: 1.00 - 1.50 m hoch

Standort: Sonniger bis absonniger Standort bevorzugt

Blüte: VI-VIII; Trugdolden; rötlich weiß

Frucht: Nüsschen

Giftige Pflanzenteile: Die Pflanze gilt als nicht giftig für den Menschen

Anekdoten: Der Baldrian wurde im Volksglauben vor allem als Schutz vor bösen Mächten betrachtet. Wegen des starken Geruches der Wurzel glaubte man, dass der Baldrian Teufel, böse Geister und Hexen fernhalten könne. Als Heilpflanze spielte Baldrian bereits im 5. und 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung als Mittel gegen Frauenleiden eine Rolle. Seither wurde die Pflanze in jedem Kräuterbuch beschrieben. Die Volksmedizin wendet Baldrian als Nerven- und Beruhigungsmittel an.

Wuchsform: Ausdauernd

Lebensraum: Feuchte Laubwälder, Gebüsche, Moorwiesen

Verwendung: Als Tee, in Teemischungen, als Tinktur, leichtes Sedativum gegen nervöse Erregungszustände, bei nervösbedingten und funktionellen Organbeschwerden (Magen-Darm, Herz), bei Einschlafstörungen. Extrakt und Tinktur in zahlreichen Fertigpräparaten. Das ätherische Öl in Badezusätzen. Zur Isolierung von Valepotriaten, in Fertigpräparaten gegen Unruhe-, Angst- und Spannungszuständen, Konzentrationsschwäche und nervös bedingten Einschlafstörungen. Als Wirkstoff ist der Gesamtextrakt anzusehen.

Standort im Garten: 8

Date

26. Juli 2023

Tags

Baldrian

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