Matricaria recutita

Matricaria recutita

Kamille

Autor: (L.) RAUSCH

Familie: Asteraceae

Verbreitung: Heimat vermutlich südöstliches Europa; heute verbreitet in Europa; Asien; Afrika

Drogenart: Flos

Drogenbezeichnung: Matricariae flos

Inhaltsstoffe: 0,3-1,5% ätherisches Öl mit 4-21% Azulen, Bisabolol, bitter schmeckendes Proazulen Matricin. Flavonglykoside Quercetin und Apigenin. Oxycumarine. Polyinether. Schleim. Wirkung antiphlogistisch, spasmolytisch und ulkusprotektiv.

Drogenverwendung: EAB 4.08 - DAB - HAB

Hinweis: Kamillen-Tee nicht als Bad am Auge und nicht bei Verletzungen und Entzündungen anwenden: es besteht die Gefahr, damit Infektionen auszulösen oder zu verschlimmern.

Blattform/Blattspitze/Blattfarbe: 2- bis 3-fach fiederteilig; grün

Wuchs: 0.30 - 0.50 m hoch

Standort: Sonniger bis absonniger Standort bevorzugt

Blüte: VI-VII; körbchenartige Einzelblüten (Röhren- und Zungenblüten); weiß mit gelber Scheibe

Frucht: Achäne

Giftige Pflanzenteile: Die Pflanze gilt als nicht giftig für den Menschen

Anekdoten: Kamille ist eine uralte Heilpflanze. Im alten Ägypten wurde sie als Blume des Sonnengottes verehrt. Die Pflanze wurde von Dioskurides beschrieben und auch in der Klosterheilkunde häufig verwendet.

Wuchsform: Einjährig

Lebensraum: Ödland, Wegränder, Ruderalpflanze

Verwendung: Als Tee, in Teemischungen; als standardisierter wässrig-alkoholischer Gesamtextrakt in zahlreichen Kombinationspräparaten innerlich bei entzündlichen, krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, bei Verdauungsstörungen, bei Menstruationsbeschwerden. In äußerlich anzuwendenden Präparaten bei Haut- und Schleimhauterkrankungen, Entzündungen, in Bädern. Zur Inhalation. Kamille ist die in der Volksmedizin am meisten verwendete wildwachsende Pflanze. Als Monographie ins EAB 4.08 wurde zusätzlich zu den Blüten der Kamillenfluidextrakt und das Kamillenöl aufgenommen. Als zusätzliche Pflanze/Droge wurde die Römische Kamille monographiert.

Standort im Garten: 7

Date

31. Juli 2023

Tags

Kamille

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