Melissa officinalis

Melissa officinalis

Melisse

Autor: L.

Familie: Lamiaceae

Verbreitung: Heimat Mittelmeerländer; Kleinasien, bei uns eingebürgert und kultiviert, selten verwildert

Drogenart: Folium

Drogenbezeichnung: Melissae folium

Inhaltsstoffe: 0,05-0,2% ätherisches Öl mit 30% Citral, 40% Citronellal, Linalool, Geraniol u.a. 4-5% Gerbstoff (Rosmarinsäure). Flavonglykoside. Insgesamt antiviral, spasmolytisch und choleretisch wirkend.

Drogenverwendung: EAB 4.08 - DAB

Blattform/Blattspitze/Blattfarbe: Eiförmig bis verkehrt eiförmig; kurz zugespitzt

Wuchs: 0.50 - 0.80 m hoch

Standort: Sonniger Standort bevorzugt

Blüte: VI-VIII; Ähre; weiß

Frucht: Klause

Giftige Pflanzenteile: Die Pflanze gilt als nicht giftig für den Menschen

Anekdoten: Die Melisse kam im 11. Jahrhundert mit den Arabern nach Spanien. Von dort wurde sie bei uns eingeführt und zunächst von Mönchen in den Klostergärten angebaut. Schon bald wuchs Melisse als Heil- und Gewürzpflanze in vielen Hausgärten. In Klöstern wurde auch der bis heute in der Volksmedizin sehr beliebte Melissengeist erstmals hergestellt und angewendet. 

Wuchsform: Ausdauernd

Lebensraum: In Gärten, Kulturpflanze

Verwendung: In Teemischungen, in Schlaf- und Nerventees. Zur Herstellung von alkoholischen Destillaten und des Extraktes. Häufig in Fertigpräparaten in Kombination mit Baldrian und Hopfen zur unterstützenden Behandlung von leichten Unruhezuständen, nervösen Magen-Darm-Störungen und Herzbeschwerden. Choleretikum. Der Extrakt in äußerlich anzuwendenden Präparaten gegen Herpes simplex. Das ätherische Öl in Entspannungsbädern. Geruchskorrigens. Blätter der frischen Pflanze als Gewürz.

Standort im Garten: 6

Date

26. Juli 2023

Tags

Melisse

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