Mendelssohnstr. 1,
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Montag bis Freitag:
09.00 - 16.00 Uhr
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Mittwochs bis 19.00 Uhr
Zu den Arzneipflanzen mit längst bekannter zytostatischer Wirkung (Podophyllum, Catharanthus) kamen in jüngster Zeit Wirkstoffe aus der Pazifischen Eibe und der einheimischen Mistel, deren Inhaltsstoffe z.T. mit Erfolg bei Krebserkrankungen eingesetzt werden.
Eibe
Autor: L.
Familie: Taxaceae
Verbreitung: Europa; Kaukasus; N-Afrika
Drogenart: verwendet werden frische Zweigspitzen
Inhaltsstoffe: Die Eibe enthält Diterpenalkaloide (Taxin), cyanogene Glykoside (Taxiphyllin) und Biflavonoide (Sciadopitysin, Ginkgetin)
Drogenverwendung: HAB
Blattform/Blattspitze/Blattfarbe: Lineal; scharf zugespitzt; dunkelgrün
Wuchs:10,0- 20,0 m hoch, Durchmesser 8,00-12,0m
Standort: Sonniger bis schattiger Standort bevorzugt
Blüte: III-IV; weibliche Blüte grünlich, männliche Blüte gelblich; zweihäusig
Frucht: Samen mit Arillus; breit elliptisch; karminrot
Giftige Pflanzenteile: Alle Pflanzenteile, mit Ausnahme des Samenmantels sind stark giftig. Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, heftige Bauchschmerzen, schmerzhafte Koliken und Durchfälle; zunächst beschleunigter, später verlangsamter Puls (und Atmung), Schwindel, Abnahme der Herzleistung und zum Schluss der Tod durch Kreislauf- und Atemlähmung.
Anekdoten: Der vielleicht langlebigste Baum der Welt wird seit langem mit Magie, Tod und Wiedergeburt in Verbindung gebracht. In Großbritannien findet man in alten Kirchhöfen uralte Eiben, die dort schon lange vor dem Bau der Kirche standen. Die Volksheilkunde verwendet Eibenzubereitungen bei Wurmbefall, als Herzmittel oder Förderung der Menstruation. Schwere Vergiftungen waren dabei nicht auszuschließen.
Wuchsform: Baum
Lebensraum: Laubwälder, Parks
Verwendung: Seit aus der Rinde der Pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) eine zellteilungshemmende Substanz (Paclitaxel) isoliert werden konntewird auch unsere Europäischen Eibe wieder ehöhere Aufmerksamkeit geschenkt. Inzwischen wird aus ihren Taxan-Verbindungen Paclitaxel und Docetaxel teilsynthetisch dargestellt. Diese Wirkstoffe sind zur Behandlung von Brust- und Eierstockkrebs zugelassen. Unsere einheimische Eibe steht als "Vertreter" für die Pazifische Eibe.
Standort im Garten: Erweiterungsgelände, Aktuelle Arzneipflanzen
Der Arzneipflanzengarten der TU Braunschweig stellt auf 2000 m2 eine große Fülle verschiedenster Arznei- und Giftpflanzen bereit, die nicht nur unsere Studierenden begeistern. Mit großer Leidenschaft kümmern wir uns täglich um die besonderen Gewächse. Kommen auch Sie vorbei, um sich selber ein Bild von der Schönheit der Natur zu machen oder stöbern Sie auf unserer Website, um mehr über die unterschiedlichsten Pflanzen zu erfahren.
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